Biologie
Biologie gehört zu den Naturwissenschaften und beschäftigt sich mit allem, was lebt, wie es aufgebaut ist, sich entwickelt und sich verhält. Die Biologie wird in verschiedene Fachgebiete unterteilt - Botanik, Entwicklungsbiologie, Evolutionsbiologie und Systematik, Genetik, Mikrobiologie, Molekularbiologie, Ökologie, Physiologie, Theoretische Biologie/Biomathematik, Verhaltensbiologie, Zellbiologie und Zoologie. Ein allgemeines Verständnis und die Grundlagen auch für ein fachspezifisches Studium schafft der Biologieunterricht.
Ab der fünften Klasse wird mit dem Fach Biologie in den Schulen begonnen. Die Themen und der Umfang des Lehrstoffes werden in den Lehrplänen der einzelnen Bundesländer festgelegt. Hier kann es zwischen den einzelnen Bundesländern Unterschiede geben. Im Unterricht stellt sich die Biologie oft als ein sehr theoretisches Fach dar, findet aber im täglichen Leben häufig und vielseitig Anwendung. So kann beispielsweise der Arzt (Human- oder Veterinärmediziner) nur ein Verständnis für Krankheiten entwickeln, weil es Aufgabe der Biologie ist, Körpervorgänge und Zusammenhänge sowie Krankheitserreger, wie Viren oder Bakterien, zu erforschen und zu beschreiben. Der Landwirt bezieht sein Wissen über den Aufbau der Pflanzen und den Reifungsprozess aus der Biologie. Auch in der Nahrungsmittelindustrie werden kleine Lebewesen, wie Hefekulturen, eingesetzt.
In den einzelnen Klassen wird das biologische Wissen aufgebaut, vertieft und konkretisiert. Der Schüler lernt in mehreren Einheiten über die Klassenstufen verteilt die Organisation der Lebewesen sowie den Ablauf von biologischen Prozessen kennen. Dabei dringt der Schüler mit jedem Jahr tiefer in die Biologie ein und lernt selbstständiges und zusammenhängendes Denken.
Im Biologieunterricht erwirbt der Schüler Wissen über die Vielfalt der Lebebewesen, deren Aufbau und Leistung. Dabei fällt immer wieder der Mensch in diese Betrachtung. Abläufe im menschlichen Körper, unter anderem beim Sehen, bei der Verdauung, im Blutkreislauf, bei der Fortpflanzung und bei Krankheiten sind Gegenstand des Biologieunterrichts. Aber auch Tiere und Pflanzen werden untersucht, wie ihre Klassifikationen, ihre Anpassungsfähigkeit an die Jahreszeiten und die Photosynthese. Die Betrachtungen fallen auch auf das Gesamte, auf ein Ökosystem oder auf ein Biotop. Vom Großen geht es ins Kleine, die Zellen und Mikroorganismen. Zellaufbau, -funktion und Abläufe in der Zelle werden erarbeitet. Gleichzeitig finden Abstammung und Evolution im Unterricht einen Platz. Die Genetik, die Vererbungslehre und die daraus resultierenden Unterschiede werden im Biologieunterricht behandelt.